Kommunale Wärmeplanung

Die Kommunen Illertissen, Kellmünz a.d. Iller, Oberroth, Roggenburg und Unterroth gehen gemeinsam den Weg zur Erstellung einer Kommunalen Wärmeplanung.

Endbericht Kommunale Wärmeplanung Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) Iller-Roth-Biber 

für die Kommunen Illertissen, Kellmünz, Oberroth, Roggenburg und Unterroth

Teilgebietssteckbriefe Illertissen

Teilgebietssteckbriefe Kellmünz

Teilgebietssteckbrief Oberroth

Teilgebietssteckbrief Roggenburg

Teilgebietssteckbrief Unterroth

Wichtiger Hinweis vorab:

Auch wenn der Begriff „Kommunale Wärmeplanung“ es anders vermuten lässt: Der Wärmeplan ist keine konkrete Planung, sondern muss vielmehr als eine Analyse mit Handlungsempfehlungen verstanden werden. Die ermittelten voraussichtlichen Wärmeversorgungsgebiete unterliegen keiner Umsetzungsverpflichtung, sondern zeigen lediglich auf, wo ein Wärmenetz auf Grund ingenieurstechnischer Kriterien möglich ist. Ob dort tatsächlich ein Wärmenetz umgesetzt werden kann, muss in einer nachfolgenden vertiefenden Machbarkeitsstudie untersucht werden. Daher können aktuell keine verbindlichen Aussagen über die Realisierung von Wärmenetzen getroffen werden. Der Wärmeplan liefert eine wichtige Datengrundlage für tiefergehende Detailuntersuchungen.

Der erste Schritt zur Klimaneutralität

Illertissen, Kellmünz, Roggenburg, Oberroth und Unterroth gehen den Weg in die klimaneutrale Zukunft gemeinsam. Sie haben die energie schwaben GmbH mit dem Erstellen einer Kommunalen Wärmeplanung beauftragt, bei der alle fünf Kommunen gemeinsam betrachtet werden sollen. Damit bietet sich die Chance, Synergien zu heben und größere Zusammenhänge auch über die Grenzen der einzelnen Kommunen hinweg unter die Lupe zu nehmen und in die künftige Planung einzubinden.

Unser Ziel

Die Kommunale Wärmeplanung (KWP) ist ein strategisches Planungsinstrument, das einen Überblick über die momentane sowie zukünftige Wärmebedarfs- und Wärmeversorgungs-situation in den Gemeinden gibt.

Ziel der Kommunale Wärmeplanung ist es, auf lokaler Ebene realistische und wirtschaftliche Transformationspfade zur treibhausgasneutralen Kommunale Wärmeversorgung zu entwickeln und anschließend mit den Akteuren vor Ort gemeinsam umzusetzen. Die Wärmeplanung soll die Frage beantworten, welche Wärmeversorgungsoption in einem bestimmten Gebiet oder Teilgebiet besonders geeignet ist.

Ziel ist, den Kommunen ihre Möglichkeiten je nach den örtlichen Voraussetzungen aufzuzeigen, damit sie die gesetzlichen Vorgaben auf dem Weg zur Klimaneutralität am wirkungsvollsten umsetzen kann.

Planungssicherheit für Bürgerinnen und Bürger

Dr. Sylke Schlenker-Wambach, Kommunalkundenberatung energie schwaben, sagt: „Wir halten es für eine sehr gute Entscheidung, dass sich mehrere Kommunen für die Beauftragung der Wärmeplanung zusammengetan haben. Damit bekommen die beteiligten Städte und Gemeinden – die Möglichkeit, auch mal über den Tellerrand zu schauen. Das eröffnet größere Räume, um räumlich zusammenhängende Gebiete über kommunale Grenzen hinaus betrachten zu können.“

Im Herbst 2025 soll die gemeinsame kommunale Wärmeplanung für die fünf ILE-Kommunen vorliegen. Doch dann geht es erst richtig los: Wenn die Planung mit den Vorschlägen für Maßnahmen steht, geht es in die Umsetzung. 

Inhaltlich entspricht die gemeinsame Wärmeplanung der fünf Nachbarkommunen dem Wärmeplanungsgesetz (WPG). Mit an Bord hat das energie schwaben Team den Systemdienstleister energielenker projects GmbH.

Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner müssen ihre Planung bis Mitte 2026 ausgearbeitet haben. Städte und Gemeinden mit weniger als 100.000 Einwohnenden müssen ihre Planung bis zum 30. Juni 2028 vorlegen.

Wie gelingt zuverlässige und bezahlbare Wärmeversorgung vor Ort?

Für eine zukunftsfeste, verlässliche und vor allem bezahlbare Wärmeversorgung werden Kommunen zukünftig nur noch auf erneuerbare Energien und die Nutzung unvermeidbarer Abwärme zum Beispiel aus Industrieanlagen setzen. 2040 will Bayern klimaneutral sein, fünf Jahre früher als Deutschland und zehn Jahre früher als die EU.

Damit die Umstellung gelingt und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zügig überwunden wird, sollen Kommunen strategisch planen, welche Gebiete in welcher Weise mit Wärme – zum Beispiel dezentral oder leitungsgebunden – versorgt werden können und in welcher Weise erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme genutzt werden können.

Ein herausragendes Ziel der Wärmeplanung ist es, den vor Ort besten und kosteneffizientesten Weg zu einer klimafreundlichen und fortschrittlichen Wärmeversorgung zu ermitteln.

Ablauf der Kommunalen Wärmeplanung


1. Eignungsprüfung

2. Bestandsanalyse 

3. Potenzialanalyse

4. Zielszenario

5. Einteilung des beplanten Gebiets in voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete

6. Umsetzungsstrategie

7. Der fertige Wärmeplan

FAQ - Häufig gestellte Fragen


Was ist das Ziel einer Wärmeplanung?

Wie läuft eine Wärmeplanung ab?

Welche Rechtsgrundlage steckt hinter der Wärmeplanung?

Welche rechtliche Wirkung hat der Wärmeplan?

Was gilt für meine bestehende Heizung?

Was gilt bei auf Biomasse basierenden Heizungen?

Förderung über Nationale Klimaschutzinitiative

Durchführung einer Kommunalen Wärmeplanung

Förderkennzeichen: 67K26750

Projektlaufzeit: 01.05.2024 bis 31.01.2026

Das am 01.01.2024 in Kraft getretene Wärmeplanungsgesetz sieht bis Mitte 2028 für jede Gemeinde in Deutschland einen Kommunalen Wärmeplan vor. Das Ziel ist es, die Wärmeversorgung bis 2045 von Öl, Erdgas etc. unabhängig zu machen. Stattdessen soll sie sich vollständig aus erneuerbaren Energien, unvermeidbarer Abwärme in der heimischen Industrie und aus der Abfallbehandlung speisen. Damit wird eine Unabhängigkeit von globalen Lieferketten und gleichzeitig ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz angestrebt sowie den immer höheren CO2-Abgaben für fossile Energien entgegengewirkt. Bisher entfallen ca. 40% aller Treibhausgasemissionen in Deutschland auf die Wärmeversorgung.

Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, entwickeln die Kommunen Illertissen, Kellmünz a.d. Iller, Oberroth, Roggenburg und Unterroth zusammen mit der Energie Schwaben GmbH und der energielenker projects GmbH einen kommunalen Wärmeplan.

Die Durchführung wird über die Kommunalrichtlinie des Bundeministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz zu 90 % bezuschusst.

Weitere Informationen unter www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie